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Fühlend Sie sich ausreichend über Osteoporose informiert?
 

IOF Studie zum Informationsstand von Osteoporosepatienten

Patienten fürchten einer Studie der IOF (Internantional Osteoporosis Foundation) zufolge die Auswirkungen von Osteoporose auf ihre Lebensqualität, ihnen mangelt es jedoch an
Instrumenten, um ihre wichtigsten Fragen zu beantworten und den Ausgang von Osteoporosebehandlungen zu verbessern.
 
Die Studie, die in 13 europäischen Ländern und Australien durchgeführt wurde, legt die
Herausforderungen im Umgang mit Osteoporose offen, auf die durch
verbesserte Kommunikationsnetzwerke für Patienten und Ärzte
eingegangen werden könnte.  
"Menschen mit Osteoporose fürchten die emotionalen und physischen
Auswirkungen, die Osteoporose auf ihr Leben haben kann", erklärte
Prof Rene Rizzoli, stellvertretender Vorsitzender des Komitees
wissenschaftlicher Berater der IOF. "Da sie jedoch häufig nicht so
gut informiert sind, wie sie glauben, wird ihre Osteoporose nicht
optimal behandelt. Dies führt zu einem erhöhten Risiko von
Knochenbrüchen und einer reduzierten Lebensqualität."

Patienten haben erheblich mehr Bedenken über die Auswirkungen von Osteoporose auf ihre Lebensqualität, als von Ärzten angenommen wird.

  • 79 % der Patienten haben Angst vor einer Knochenfraktur bzw. einem Knochenbruch, während Ärzte davon ausgehen, das nur die Hälfte der Patienten (51 %) Angst vor Knochenbrüchen hat
  • 70 % der Patienten befürchten, dass sie nicht so aktiv sein werden können, wie sie es gerne hätten, während Ärzte diesen Anteil lediglich auf 40 % schätzen
  • 60 % der Patienten machen sich Sorgen darüber, stärker von anderen Menschen abhängig zu werden, während Ärzte diesen Anteil lediglich auf 30 % schätzen
  • 57 % der Patienten haben Angst, nicht so lange arbeiten zu können, wie sie müssen, während Ärzte davon ausgehen, dass nur 30 % der Patienten diese Bedenken haben

Patienten behaupten, besser über ihre Osteoporose informiert zu
sein, als die Daten zeigen

  • 93 % der Patienten beschreiben Osteoporose richtigerweise als eine Erscheinung, die "dazu führt, dass Knochen brüchig werden und leichter frakturieren/brechen", aber mehr als die Hälfte (57 %) der Patienten glaubt immer noch fälschlicherweise, dass Osteoporose einfach "Teil des Alterungsprozesses" ist
  • Ein Drittel aller Patienten kann jedoch keine der Risikofaktoren für Osteoporose identifizieren
  • Auf der positiven Seite ist zu verzeichnen, dass 4 von 5 Patienten (82 %) bestätigen, dass sie von ihrem Arzt darauf hingewiesen werden, wie wichtig es ist, sich an die Behandlung zu halten, und 87 % der Ärzte bestätigen, dass sie ihren Patienten diese Informationen mit auf den Weg geben
  • Etwa ein Drittel (32 %) gibt jedoch zu, die Osteoporosebehandlung abgebrochen zu haben, und fast dieselbe Anzahl von Patienten (29 %) sieht kein Problem darin, gelegentlich eine Dosis zu verpassen


Patienten fürchten Brüche, aber ihre Einhaltung von
Behandlungsplänen ist mangelhaft. Obwohl sie eingestehen,
Informationen darüber erhalten zu haben, wie wichtig es ist, dass sie
ihre Osteoporosemedikamente einnehmen, ist ihnen nicht völlig klar,
dass die Einhaltung den Schutz vor Brüchen erheblich verstärkt(1)

  • 79 % der Patienten haben Angst, einen Knochen zu brechen
  • 82 % der Patienten gaben an, dass sie von ihren Ärzten darauf hingewiesen wurden, wie wichtig es ist, ihre Behandlung ununterbrochen fortzusetzen
  • Etwa ein Drittel der Patienten (32%) gab zu, ihre Osteoporosebehandlung untergebrochen zu haben
  • Diese Patienten geben an, ihre Osteoporosebehandlung im Durchschnitt ca. 5,5 Monate lang zu unterbrechen - 2,6 Monate länger als von Ärzten angenommen
  • Mehr als ein Viertel der Patienten (29 %) sieht kein Problem darin, gelegentlich eine Dosis zu verpassen


"Derzeitige Strategien für die Aufklärung der Menschen über den
Umgang mit Osteoporose bieten weder ausreichende Informationen noch
die Unterstützung, die Menschen mit Osteoporose benötigen, um ihr
Risiko eines Knochenbruchs zu reduzieren und die von ihnen gewünschte
Lebensqualität beizubehalten", erklärte Patrice McKenney, CEO der
International Osteoporosis Foundation. "Im Rahmen unseres andauernden
Kampes, den Umgang mit Osteoporose zu verbessern, führt die IOF ein
bedeutendes gemeinschaftsbasiertes Programm ein, um
Kommunikationsnetzwerke zu entwickeln, die das Verständnis der
Krankheit und die Ergebnisse der Behandlung von Osteoporose
verbessern werden."

Informationen zur Studie

Die Ergebnisse stammen aus einer multinationalen Studie, die von der IOF in Auftrag gegeben und von der deutschen Marktforschungsgesellschaft GfK entwickelt,
umgesetzt und analysiert wurde. Die Studie wurde im Juni und Juli 2009 durchgeführt. Für eine Stichprobengrösse von 844 Patienten (Frauen mit diagnostizierter postmenopausaler Osteoporose) und 837 Ärzten aus 13 Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien,
Grossbritannien, Österreich, Belgien, Ungarn, Griechenland, Niederlande, Schweden, der Schweiz und Australien) wurde eine quantitative Analyse durchgeführt. Sämtliche Umfragen wurden anhand strukturierter telefonischer Interviews durchgeführt, die durchschnittlich 15-20 Minuten dauerten. Zusätzliche qualitative Erkenntnisse ergaben sich aus Forschungsinterviews mit Patienten, Allgemeinmedizinern und Spezialisten in Frankreich und Deutschland.


Quellenhinweise

(1) Rabenda V, Mertens R, Fabri V, et al. (2008) Adherence to bisphosphonates therapy and hip fracture risk in osteoporotic women. Osteoporos Int 19:811.

(2) Melton U, Chrischilles EA, Cooper C et al. How many women have osteoporosis? Journal of Bone Mineral Research, 1992; 7:1005-10

(3) Kanis JA et al. Long-term risk of osteoporotic fracture in Malmo. Osteoporosis International, 2000; 11:669-674

(4) Melton LJ, et al. Bone density and fracture risk in men. JBMR. 1998; 13:No 12:1915

Originaltext: International Osteoporosis Foundation